Der Orden Pour le Mérite
(übersetzt: Für den Verdienst)
Der Orden Pour le mérite ist eine 1740 von Friedrich dem
Großen (der "alte Fritz" - 1712-1786) von Preußen gestiftete Auszeichnung für
Kriegsverdienste und die höchste je existente preußische Tapferkeitsauszeichnung.
Verliehen wurde sie nur vom preußischen König und seinen Nachfolgern in den
Jahren 1740 bis 1918 und zwar ausdrücklich für "über die einfache
Erfüllung der Berufspflichten hinausgehenden Verdienst".
Wer den Orden besaß, durfte sich zu Recht als besonders ausgezeichnet
empfinden. Viele alte Offiziersfamilien wetteiferten im Dienst um diesen
Orden, der ein Statussymbol war und eine hohe gesellschaftliche Anerkennung
besaß. Mit dem Erlöschen der preußischen Monarchie erlosch auch der Orden Pour
le mérite, einzig dessen Klasse für Kunst und Wissenschaft blüht heute noch
weiter fort.
Wer Träger des Ordens Pour le mérite war, dem mußten in der
Regel besondere Verdienste eigen sein, die dieser sich vor dem Feinde zu erwerben
hatte. Der Orden war im Offizierkorps sehr begehrt und zeichnete den Inhaber
vor allen anderen auf eine besondere Weise aus, zumal das achtspitzige
Ordenskreuz als Halsorden auffällig zu tragen war und schon von weitem durch
sein leuchtendes Blau verriet, wie sich der Träger in bestimmten Situationen
verhalten hatte.
Wie oft wurde der Orden verliehen?
In der Regierungszeit
König Friedrich des Großen (1740-1786) > in 46 Jahren 924 Verleihungen
König Friedrich Wilhelm II. (1786-1797) > in 11 Jahren 1.006 Verleihungen
König Friedrich Wilhelm III. (1797-1840) > in 43 Jahren 2.454 Verleihungen
König Friedrich Wilhelm IV. (1840-1861) > in 21 Jahren 36 Verleihungen
König Wilhelm I. (1840-1861) > in 21 Jahren 306 Verleihungen
König Friedrich III. (1888-1888) > in 1/2 Jahr keine Verleihung
König Wilhelm II. (1888-1918) > in 30 Jahren 704 Verleihungen
Insgesamt in den Jahren 1740 bis 1918 > in 178 Jahren 5.430 Verleihungen
Zurück zum Verdienstorden